Eulen nach Athen
Eine ironische Kurzbetrachtung über Eulen, Pallas Athene und eigentlich auch über mich

Wenn Sie mit der Maus über die Eulen gefahren sind (das ist ja schon Poesie, nicht wahr), dann haben sich nicht nur eben diese gedreht, sondern auch noch nächtlich umschattet. Und daß sich hinter den Eulen meine tiefsten Geheimnisse verbergen, die nur der entdeckt, der einfach mal auf Verdacht klickt - na, wenn das nicht schon alles tiefgründige und -schürfende Erkenntnisse über mein Innerstes offenbaren, dann weiß ich auch nicht und haben Freud und Jung und wie sie alle heißen völlig umsonst, na, Sie wissen schon.

Und was soll das jetzt?

Als ich dereinst in Worms das elektrische Licht des dortigen Krankenhauses erblickte - rein zufällig, mein Vater war gerade dabei, ein Hornkonzert zu geben, meine Mutter (nichts ahnend, daß ich diese Art der Musik in meinem Zustand überhaupt nicht ertragen konnte) begleitete ihn -, als ich also dereinst meinen ersten Schrei tat, da war es dafür noch viel zu früh, nämlich 2.20 Uhr nachts. Aaaaha! Hier stand ich nun, ich konnt' nicht anders, wie knapp 450 Jahre zuvor schon mal jemand. Aaaaha! Wenn das keine Zeichen sind: nachts (s.u. unter Eule) in der Lutherstadt ...

Diesem Umstand - der vorwitzigen Art meiner plötzlichen Weltlaune - hat es meine Mutter zu verdanken, daß der überarbeitete Standesbeamte bei "Athina" keine Einwände erhob.

Athina - Athene - dem Haupte meiner die griechische Mythologie verehrenden Mutter entsprungen wie einst meine Namenspatronin dem Haupte ihres und aller Götter Vater: Zeus.
Pallas Athene wurde mit dem - wahrscheinlich wenig schmeichelhaften - Attribut "eulenäugig" versehen, weshalb und weswegen dieses nachtschwärmerische Tierchen zu ihrem Symbol wurde. Athene selbst, die Göttin der Weisheit, des Kampfes und mancher häuslicher Künste wie Weben und Spinnen (welch eine Zusammenstellung!), galt als eitel und war ziemlich beleidigt, als Paris Venus und nicht ihr den Apfel gegeben hat. Dem Odysseus, dem vielgereisten, war sie hold, wie jedem klugen Mann.

Nun, ein nachtschwärmerisches Tierchen bin ich jedenfalls ...

Im Halbernst: Ich sitze am liebsten nachts am Schreibtisch und mache mir Gedanken über Gott und die Welt. Man sieht dann klarer. Und was ich sonst noch gerne mag, sei hier für jeden und jede, die es interessiert, in Kurzform verraten:

Farbe: Orange, tiefes Blau
Jahreszeit: Herbst
Vorbilder: meine Mutter, meine Urgroßmutter, meine Großtante, Albino Luciani (der lächelnde
     33Tage Papst Johannes Paul I.)
Literaturgattung: Krimis (Colin Dexter, Elizabeth George, Dorothy L. Sayers)
Schriftsteller: Leo Perutz, Hermann Hesse, Friedrich Dürrenmatt
Dichter: Erich Kästner, Erich Fried
Buch: Nachts unter der steinernen Brücke (Leo Perutz), Ihr ergebener (Albino Luciani)
Gestalt aus der Literatur: Winnie the Pooh
Gestalt aus der Geschichte: Erasmus von Rotterdam, Johannes Paul I. (Albino Luciani)
Komponist: Ralph Vaughan Williams, Richard Wagner
Maler: Caspar David Friedrich, Carl Spitzweg
Bildhauer: Auguste Rodin
Schauspiel: Nathan der Weise, Ein Inspektor kommt
Schauspieler: Anthony Hopkins
Schauspielerin: Katherine Hepburn
Film: Sabrina, Shadowlands, Was vom Tage übrig blieb
Sängerin: Enya
Song: One by one (Enya)
Getränk: Tee
Essen: Spaghetti